Lasst uns über die Musik und das Schreiben reden

Da ich ja seit neuestem scheinbar ganz gerne meinen Blog als #bookiestalk-Plattform nutze und das Thema gestern „Musik trifft ins Herz – unsere Gefühle und Gedanken“ lautete, ich aber mal wieder keine Zeit zum Mitmachen hatte, holen wir das einfach mal wieder ganz geschmeidig hier und heute nach.

Ja, es kommen bald auch mal wieder Schreibtipps, keine Angst. Momentan ist es etwas stressig.

Aber heute! Geht es um! Musik! Musik und das Schreiben, genau genommen, denn man will ja der Marke treu bleiben, ne? (Was zur Hölle ist meine Marke?)

Ich denke nicht, dass wir alle den gleichen Musikgeschmack haben. Das wäre ja auch langweilig! Manche hören am liebsten die neuesten Charts, andere knallen sich den ganzen Tag lang Metal in die Birne und wieder andere hören immer wieder dasselbe Naruto-Opening rauf und runter.
(Ich verurteile niemanden.)

Aber ich darf ja mal davon ausgehen, dass die allermeisten ganz gerne Musik hören. Wobei ich in letzter Zeit häufig gehört habe, dass viele zumindest beim Schreiben völlige Stille brauchen, weil sie sich sonst nicht konzentrieren können. Was bei mir wahrscheinlich auch so ist, aber in völliger Stille schaltet mein Gehirn ganz gerne mal ab. Also. Musik.

Musik passend zum Schreiben?

Viele von uns hören ganz gerne mal ein paar Lieder beim Schreiben. Ergibt für die meisten wahrscheinlich auch einfach Sinn, weil Musik ja bekanntermaßen sehr inspirierend sein kann.

Inzwischen hatte bestimmt jeder von uns schon mal ein Buch in der Hand, zu dem es eine passende Spotify-Playlist gibt. Wird immer häufiger und auch wenn ich persönlich diese Playlists dann nur in den seltensten Fällen tatsächlich anhöre (sorry!), ist die Idee an sich echt cool. Häufig gibt es ja auch zu jedem Kapitel mindestens ein passendes Lied.

Und wer hat nicht schon mal halbtot in seinem Schreibtischstuhl gehangen, sich ein schönes Liedchen reingezogen und dabei eine komplette Szene passend zu jedem einzelnen Beat durchgeplant?

Oder es lief ein total kitschiger Lovesong und plötzlich lässt diese Erste-Kuss-Szene, die vorher so gar nicht wollte, sich einfach so aus dem Stand wegschreiben. Nicht wortwörtlich. Wer steht schon beim Schreiben? Hahaha. (Was, „Leute, die sich für ihren Rücken interessieren, machen das“? Das kann doch gar nicht sein!)

Die richtigen organisierten Schallereignisse können schon wahre Wunder bewirken. Sie können inspirieren, Emotionen hervorrufen und sogar dabei helfen, völlig neue Ideen aus dem Nichts zu erschaffen. Ist schon nicht schlecht.

Ich habe inzwischen schon an mehreren Stellen über das Lied „Crossfire“ von Stephen gesprochen, das ich gerade höre einerseits einfach so perfekt zu meinem Projekt „Molintery Warriors“ passt, mich aber andererseits in gewissen Aspekten immer noch wahnsinnig inspiriert. Vielleicht nicht so sehr, was den Plot angeht, dafür aber umso mehr, wenn es um das Gefühl der Reihe geht. Dieses leichte Ende-der-Welt-Feeling. Ich liebe es.

Generell finde ich, dass man Musik schreibtechnisch mit allen möglichen Dingen in Verbindung bringen kann. Was mich zu meinem nächsten Punkt bringt!

Musik passend zu Charakteren!

Meine Charakter-Playlists sind deutlich länger und werden auch um einiges liebevoller behandelt als die Kapitel-Playlists. Fragt mich nicht, warum das so ist, ich kann es beim besten Willen nicht erklären.

Zu niemandes Überraschung befinden sich auf Veins Playlist die meisten Lieder, darunter auch „Crossfire“. Ist ja richtig seltsam, dass viele Lieder, die zu einem Buch passen, auch dessen Protagonisten ganz gut beschreiben. Ganz komisch, wirklich.

Aber auch bei meinen anderen Charakteren hilft es mir, sie mit bestimmten Liedern in Verbindung zu bringen. Gerade die Bösewichte haben ja meiner Meinung nach häufig den coolsten Soundtrack. Man erinnere sich an Darth Vader.

Worauf ich hinauswill: Mir persönlich hilft es, Charakter-Playlists zu erstellen, weil man so immer sofort in den Kopf der jeweiligen Figur reinkommt, wenn man die Musik hört, und falls ihr das noch nie ausprobiert habt, kann ich euch nur empfehlen, es mal zu tun. So. Das war ein langer Satz.

Schreibe einen Kommentar