Ein Q&A zu „Molintery Warriors“ und mir

Fragen zu „Molintery Warriors“ und mir! Yay!

Da meine fantastischen Instagram-Follower mir leider zu viele Fragen gestellt haben, um sie alle in mein Q&A anlässlich des heutigen Molintery Mittwochs zu quetschen, dachte ich mir, dass ich alle Fragen zu mir als Person mal hier beantworten werde. Und die von Instagram gibt’s hier natürlich auch nochmal zu lesen, denn wir machen halt keine halben Sachen, ne?

Zunächst einmal die Fragen, die ihr von Instagram schon kennt (oder auch: die zu „Molintery Warriors“)

@anna_k_rhodes_autorin fragt: „In welchem Genre schreibst du?“

Falls du dich nur auf Molintery Warriors beziehst: Es ist eine Dystopie. Yay.
Generell bin ich aber auch nicht abgeneigt, mich an ein paar andere Genres heranzutasten. Mehr dazu in der Antwort auf die nächste Frage.

@m_ckurze fragt: „Was kommt nach Molintery Warriors?“

Da wären wir ja! Andere Genres! Andere Geschichten! Andere Abenteuer!
Erstmal werde ich mich natürlich darauf konzentrieren, Molintery Warriors fertigzustellen. Das ist ja gar keine Frage.
Was danach genau passiert: Wer weiß? Ich habe auf jeden Fall schon einige Ideen im Kopf. Allerdings weichen ein paar davon ziemlich stark vom Dystopie-Genre ab, eine geht sogar deutlich mehr in Richtung Fantasy.
Da werden die entrüsteten Aufschreie laut. „Aber deine Leserschaft erwartet mehr Dystopien!“
Erstens: Haha, Leserschaft.
Zweitens: Ich habe eine Idee, die ich momentan sehr spannend finde, die durchaus dystopische Ansätze hat. Oder vielleicht eher utopische, um es etwas genereller zu halten.
Aber was genau ich so mache, nachdem Molintery Warriors beendet ist? Wir werden es alle zusammen sehen.

@johnimpenta fragt: „Willst du über SP veröffentlichen oder einen Verlag suchen?“

Das ist eine fantastische Frage, die ich mir momentan selbst sehr häufig stelle.
Beide Wege haben viele Vor- und Nachteile, aber ich muss mich da noch etwas besser reinlesen, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können. Ich melde mich dann zurück. Haha.

@johnimpenta und @asja.schreibt fragen: „Woher kam die Idee zu Molintery Warriors?“

Das mag jetzt höchst unprofessionell und seltsam klingen, aber Molintery Warriors startete damals als eine geplante Filmreihe bei MovieStarPlanet. Kein Scherz. Zwar unterscheidet sich die Handlung dort sehr stark von dem Molintery Warriors, das wir heute vor uns haben, aber daher ist zum Beispiel noch die Idee mit den Geschwisterkindern.

Abgesehen davon, dass das Ganze da komplett umgekehrt war und es stattdessen „Erzfeinde“ waren, die man eben nicht umbringen durfte, weil man dann schwächer wurde. Heute sind es halt die Geschwisterkinder, die man eigentlich nicht umbringen kann, weil man sie so sehr liebt. Und wenn man es dann doch tut – herzlichen Glückwunsch – wird man stärker, statt schwächer.

Woher ich die Idee zu diesen Filmen hatte? Keine Ahnung, das ist ungefähr acht Jahre her.

Aber um uns mal kurz von MovieStarPlanet, dem wohl besten Spiel der Welt, zu entfernen: Wie bin ich nach all der Zeit dazu gekommen, diese Idee wieder hervorzukramen?

Ehrlich gesagt, keine Ahnung. Ich kann mir nicht vorstellen, wieso ich es gerade für eine gute Idee hielt, diese Filmreihe zu einem Buch umzukneten, aber Mann, was bin ich froh, dass ich es getan habe.

@johnimpenta und @m_ckurze fragen: „Gab es große Inspirationen oder Vorbilder?“

Hat natürlich viel mit den vorherigen Fragen zu tun und wie gesagt – für die Grundidee hinter dem Ganzen weiß ich es nicht mehr. („Die Grundidee“ oder auch „Viel Leid und es gibt besondere Verbindungen zwischen Menschen, die sie vielleicht oder vielleicht auch nicht davon abhalten, den jeweils anderen zu töten“. Ich war ein seltsames Kind.)

Ich würde jetzt auch nicht sagen, dass es diese eine große Inspiration gab. Die Geschichte ist inzwischen so alt, dass ich vermutlich so ziemlich jedes Buch, jeden Film, jedes Lied, das/den ich in den letzten vier Jahren konsumiert habe, in irgendeiner Weise darin verarbeitet habe.

Generell ist es auch so, dass ich deutlich mehr meiner Inspirationen aus der echten Welt ziehe, ganz besonders bei Dystopien natürlich. Ich meine… seht euch doch mal um.

@jenna_t_scrivener fragt: „Gibt es Songs, die dich bei deiner Geschichte inspirieren?“

Ich erinnere mich noch daran, als wäre es gestern gewesen, wie ich als kleines, dauerunglückliches Teenager-Baby auf meinem Fußboden saß (Floor Gang 4 Life), mir die grobe Story-Idee ausdachte (die echte, nicht die MovieStarPlanet-Version) und dabei das englische Acoustic-Cover von „Rolling Girl“ von JoyDreamer und Rhi auf YouTube gehört habe.

Und – obwohl ich das Lied seit etwa zwei Jahren nicht mehr gehört habe – noch heute gibt es mir ein ganz besonderes Gefühl von Nostalgie. Kein gutes, weil die erste nonmoviestarplanet-Version von Molintery Warriors kompletter Stuss war, aber dennoch ein ganz besonderes.

Inzwischen habe ich deutlich mehr Lieder, die ich mit Molintery Warriors verbinde. Wahrscheinlich werde ich nochmal zu einem späteren Zeitpunkt etwas über die Beziehung von Molintery Warriors und Musik sprechen, aber damit kann ich ja heute schon mal anfangen.

Ein Lied, das mir immer sofort die passenden Vibes für diese Geschichte gibt, ist „Crossfire“ von Stephen. Es ist auch das Lied, das ich mit dem ersten Kapitel des Buches verbinde. Wenn ich einen Themesong für Molintery Warriors auswählen müsste, wäre es wahrscheinlich dieser.

Das Lied hat mich jetzt nicht großartig zu irgendetwas in der Story inspiriert, aber es passt einfach so perfekt zu dem, was sie ausmacht, dass man meinen könnte, es wäre so. Dabei stand die Story schon lange fest, bevor ich das Lied überhaupt richtig kannte.

@christian.handel fragt: „Wie motivierst du dich, so lange an der gleichen Geschichte arbeiten zu wollen?“

Oh! Das ist eine relativ simple Antwort: Weil ich die Geschichte und ganz besonders ihre Charaktere so abgöttisch liebe.

Schon seit Jahren schreibe ich immer wieder kleine Kurzgeschichten mit diesen Figuren, was wahrscheinlich eine echt gute Idee war, weil ich sie so definitiv deutlich besser ausgearbeitet gekriegt habe, als wenn ich sie einfach nur in dem tatsächlichen Buch kennengelernt hätte. (Wir beachten mal kurz den Fakt nicht, dass diese Kurzgeschichten zusammen mehr Worte haben als die Rohfassung des Romans momentan.)

Vein und seine Kumpanen sind mir so vertraut, als wären sie meine eigenen Kinder. Vielleicht vertrauter. Kinder haben immer so viele Geheimnisse vor ihren Eltern.

Sie haben mir aus manchem Tief wieder herausgeholfen und ich bin es ihnen einfach schuldig, ihre Schicksale niederzuschreiben und sie mit der Welt zu teilen. Sonst werden sie mich auch niemals in Ruhe lassen. Es vergeht keine wache Stunde meines Lebens, in der ich nicht wenigstens kurz mal an meine Kinder denke. Jetzt mal ernsthaft.

Außerdem – um mal wieder etwas professioneller zu werden – sind die einzelnen Bände der Reihe so unterschiedlich, dass jeder neue Teil wieder ein komplett neues und aufregendes Abenteuer bietet. Da kann es mir gar nicht langweilig werden!

@jola.roth.autorin fragt: „Hast du die Geschichte stark durchgeplottet oder nur grob und lässt dich von deinen Figuren überraschen?“

Wer meinen letzten Beitrag zum Schreibseptember gesehen hat, weiß, dass ich leidenschaftlich gerne plotte. Dementsprechend ist der erste Teil natürlich schon schön säuberlich und vollständig in Stichpunkten in einem Dokument auf meinem Computer abgespeichert.

Ehrlich gesagt – und mit dieser Aussage werde ich mir keine Freunde machen – lasse ich mich nie „von meinen Figuren überraschen“. Klar fällt mir mal während des Schreibens eine kleine Szene ein, die ich noch hinzufügen kann, aber es fühlt sich für mich nie so an, als würden meine Charaktere diese Entscheidungen treffen.

Eigentlich schade. Wäre doch schön, wenn meine Kleinen mir mal ein paar Sachen abnehmen würden, aber nein, sie machen immer genau das, was ich ihnen sage. Was für Streber.

@asja.schreibt fragt: „Wahrscheinlich Spoiler, aber: offenes Ende?“

Haha! Der erste Teil der Reihe? Aber ganz bestimmt. Wäre ja auch eher seltsam sonst, wenn man ein abgeschlossenes Buch schreibt und dann noch drei weitere Teile rausbringt. Als würde man eine Reihe fertigschreiben und dann immer mehr zur gleichen Reihe herausbringen, nur um mehr Geld einzusacken. Mit dieser Aussage greife ich gewiss nicht alle Autoren an, die genau das machen. Nee, nee.

An sich bin ich aber nicht allzu sehr für offene Enden. Ich fand Kurzgeschichten als Thema im Deutschunterricht auch immer eher blöd, weil die halt alle offene Enden hatten. Gebt mir fertige Geschichten, verdammt nochmal!

Deshalb… wir werden sehen, wie der ganze Kram so endet. Hehehehe…

@johnimpenta und @asja.schreibt fragen: „Sind reale Personen oder Erlebnisse in Molintery Warriors verarbeitet?“

Zu den Personen: Nein. Ich basiere keine Charaktere auf realen Personen und denke sie mir vollständig selbst aus. Ich hatte mal eine Figur, auf einem Menschen basierte, den ich im echten Leben kenne, aber diese Figur kommt schon sehr lange nicht mehr in der Geschichte vor. Was gut ist, weil ich sie abgrundtief gehasst habe.

Ich hasse eigentlich keine meiner Figuren, aber mein Gott, das Kind konnte ich echt nicht ausstehen. Mag auch stark an ihrer „Vorlage“ gelegen haben.

Eigentlich sehe ich sowieso davon ab, Charaktere zu erstellen, die an echte Personen angelehnt sind.

Eine Figur, die sowieso nur beim Spitznamen genannt wird, hatte mal den gleichen Vornamen wie jemand, den ich kannte. Selbst das fand ich schon nicht auszuhalten und musste es erstmal ändern.

Zu den Erlebnissen: Gute Frage. Zumindest nicht bewusst, würde ich sagen. Aber vielleicht ist das so eine Art Traum-Szenario und ich arbeite all meine verdrängten Traumata in meine Geschichten ein. Das wäre natürlich witzig.

@johnimpenta fragt: „Wie lange schreibst du schon an Molintery Warriors?“

Ich habe zwar schon öfter mal versucht, das Buch zu schreiben anzufangen, aber das war immer eher so der komplette Reinfall. Ernsthaft. Es waren… kuriose Zeiten.

Die Version, an der ich jetzt schreibe, habe ich letzten Sommer angefangen, als die Welt noch in Ordnung war. Haha.

Manch einer denkt sich jetzt „Was?!?!?!??!?!?!?!?!??!?!?!!?!?!?!? Du schreibst schon seit über einem Jahr und bist immer noch bei der Rohfassung?!?!?!?!?!?!?!?!!?!?!?!“ und erstens chillt derjenige jetzt bitte mal mit seinen halbherzigen Interrobangs und zweitens war es eine echt schwierige Zeit für mich, okay? (Hier bitte mal eine Runde Mitleid.)

Nach all den vorherigen, gescheiterten Versuchen dachte ich mir, dass ich sowieso nochmal neu anfangen würde. Spoiler: Habe ich nicht. Außerdem kam noch das Abitur dazwischen und 2020 als solches und jetzt bin ich ja auch schon seit drei Monaten wieder gut dabei! Ich kriege das schon hin. Keine Panik. Jippie.

@johnimpenta fragt: „Wie viel Blaenk steckt in deinem Protagonisten?“

Ich hoffe, dass ich inzwischen genug über Vein geredet habe, sodass alle hier zumindest seinen Namen schon mal gehört haben. Habt ihr? Cool. Falls nicht, habe ich gerade letztens erst etwas zu ihm gepostet. Haut es euch ins Gehirn. Ich warte hier.

Nun zu der Frage.

Ich denke, dass in jedem meiner Charaktere zumindest ein bisschen was von mir selbst steckt. Ein Fragment, das ich aus meiner Seele breche und aus dem dann die Figur erwächst.

In Vein sehe ich ein bisschen etwas von mir, wenn ich mich auf seinen wahnsinnig charmanten Zynismus fokussiere. Seine trockenen Kommentare und sarkastischen Äußerungen stammen auf jeden Fall aus meiner Feder, aber gleichzeitig ist Vein ein völlig anderer Mensch, als ich es bin.

Er hat ein komplett anderes Leben und eine andere Sicht auf die Welt als ich. Aber gerade das macht es so spannend, ihn zu schreiben! Ich kann diese fremde Sichtweise erkunden. Und das hört bei Vein selbstverständlich nicht auf. Auch die anderen Charaktere eröffnen mir neue Welten, die ich erkunden kann. (Und ihr eines Tages natürlich auch.)

Hach, ich liebe das Schreiben einfach.

Nun die Fragen, die ihr von Instagram noch nicht kennt (oder auch: die zu mir)

@johnimpenta fragt: „Wie alt bist du?“

Ich bin neunzehn Jahre alt. Was bedeutet, dass ich in diesem seltsamen Mittelfeld zwischen Gen Z und den Millenials existiere. Ja, ich weiß, was eine Kassette ist.

@johnimpenta fragt: „Woher kommst du?“

Geboren wurde ich im wunderschönen Städtchen Salzkotten. Na ja, ob es wunderschön ist, kann ich ehrlich gesagt nicht beschwören, weil ich da seit meinem zweiten oder ersten Lebensjahr nicht mehr gewesen bin. Aber ja.

@johnimpenta fragt: „Was machst du eigentlich sonst beruflich?“

Ich will demnächst Informatik studieren und habe gerade heute den Briefumschlag mit den Bewerbungsunterlagen zugeklebt. Ob das dann tatsächlich auch was für mich ist, weiß ich noch nicht, da ich leider in der Schule nie wirklich die Möglichkeit hatte, Informatik als Fach zu belegen. Weil warum auch? Ist ja nur einer der zukunftsichersten Berufszweige heutzutage.

Aber ich liebe Computer und Mathe, deshalb… wir werden es sehen.

@asja.schreibt fragt: „Welches Schreibprogramm nutzt du?“

Ich habe mein Leben lang Word benutzt, ganz klassisch. Momentan nutze ich allerdings Google Docs, damit meine wenig geduldige beste Freundin jede Entwicklung des Buches live mitverfolgen kann.

Falls ihr Google Docs allerdings nicht benutzen müsst, würde ich euch nicht empfehlen, es zu tun. Die Rechtschreibprüfung ist ein Desaster und nicht mal die Anführungszeichen machen das, was ich will. Generell sind die Funktionen eher eingeschränkt, wobei das mit den Notes natürlich ganz cool ist.

Papyrus Autor soll ja ganz fantastisch sein, aber das ist mir dann doch etwas zu teuer. Also: Google Docs ist meine momentane Affäre, aber mein Herz gehört in Wahrheit Microsoft Word.

@johnimpenta fragt: „Was hat dir den Impuls gegeben, mit dem Schreiben anzufangen?“

Ich hoffe mal, ich habe die Frage richtig interpretiert und du meinst das Schreiben generell und nicht nur Molintery Warriors.

Ich habe schon meine ersten Geschichten geschrieben, als ich das Schreiben gerade gelernt hatte. Hier liegen noch sehr schöne, zusammengetackerte Bücher herum, die man fast lesen kann, wenn man sich Mühe gibt. Rechtschreibung ist nicht so leicht, wenn man gerade mal sechs Jahre alt ist.

Am Computer habe ich zu schreiben angefangen, als ich ungefähr elf war. Wahrscheinlich schon eher, aber für elf habe ich Beweise.

Aber warum ich damit angefangen habe, ist mir ein Rätsel. Als Kind habe ich nicht mal sonderlich gerne gelesen. Ich hab’s jetzt auch nicht gehasst, aber irgendwie hatte ich Besseres zu tun. Schreiben zum Beispiel!

Meine erste „ausgearbeitete“ Geschichte habe ich aber tatsächlich angefangen, als ich den ersten Teil von Harry Potter gelesen habe. Die war zwar letztendlich nur etwa zwanzig Seiten lang, nicht ansatzweise fertig und zudem noch eine schamlose Kopie von Harry Potter, aber immerhin war es etwas. Also ist meine offizielle Antwort an dieser Stelle hier mal: „Das erste Buch, das ich absolut freiwillig gelesen habe, hat mir den Impuls gegeben, mit dem Schreiben anzufangen.“ Wunderbar.

@asja.schreibt fragt: „Wann schreibst du am liebsten?“

Früher habe ich eigentlich nur abends oder nachts geschrieben. Das lag aber leider nicht daran, dass ich da tatsächlich am liebsten schreibe, sondern vielmehr, dass ich erst gegen Abend dazu kam. Was uncool ist. In der letzten Zeit hatte sich das aus irgendeinem Grund nicht wirklich gebessert, obwohl ich momentan theoretisch viel Zeit hätte. Leider war ich bisher immer eher ein Nachtmensch und habe bis in den Nachmittag reingeschlafen. Was nicht so cool fürs Zeitmanagement ist.

Aber keine Sorge! Das ändert sich nun! Denn seit etwa einer Woche stehe ich morgens früh auf und sterbe und schreibe dann bis nachmittags. Oder – im heutigen Fall – kümmere ich mich um Instagram- oder Blogkram. Je nachdem, was gerade Priorität hat.

Um allerdings auf die Frage zurückzukommen: Eigentlich ist mir die Tageszeit zum Schreiben relativ egal. Da aber Routine sehr wichtig ist, um effektiv voranzukommen, muss ich wohl jetzt sagen: Ich schreibe am liebsten am frühen Tag. Beziehungsweise: Ich schreibe überhaupt am frühen Tag. Es sei denn, ich habe abends nichts anderes zu tun, dann schreibe ich da auch manchmal.

@asja.schreibt fragt: „Was brauchst du zum Schreiben? Musik? Kerzen? Kaffee?“

Routine!

Langweilige Antwort, aber die einzige, hinter der ich wirklich immer und zu einhundert Prozent stehe.

Wenn es eine Sache gibt, bei der ich mir zumindest einbilde, dass ich mit ihrer Hilfe besser schreibe, ist das Musik. Ich weiß nicht, ob das stimmt, weil ich teilweise auch ohne schreibe und dann ehrlich gesagt keinen richtigen Unterschied bemerke, aber Musik ist toll.

Ich höre eigentlich fast immer Musik beim Schreiben und versuche auch, sie an die jeweilige Szene anzupassen, was vielleicht oder vielleicht auch nicht hilft. Keine Ahnung. Manchmal denke ich das schon. Eine gefühlvolle Szene ohne „Shattered“ von Trading Yesterday geht doch eigentlich gar nicht, oder?

@jenna_t_scrivener fragt: „Wo und wann kommen dir die besten Geistesblitze?“

Ich bin ein Mensch, der viel mit sich selbst spricht. Was etwas ist, das man eigentlich nicht freiwillig zugibt, aber wir sind hier ja alle ganz offen miteinander, nicht?

Einen Abend habe ich quasi eine ganze Welt in einem Rutsch aufgebaut, weil ich einfach nur vor dem Spiegel monologisiert habe. Die Welt war natürlich nicht komplett vollständig und schon gar nicht perfekt, aber bei Selbstgesprächen fällt es mir doch am leichtesten, mir Sachen einfallen zu lassen. Dabei muss es allerdings vollkommen still sein.

Zwar kommen mir auch durchaus ein paar Ideen beim Musikhören, aber ich würde durchaus sagen, dass mir die meisten Geistesblitze einfallen, wenn ich mich voll und ganz auf die Geschichte fokussiere, über die ich nachdenke. Musik lenkt mich zu schnell ab. Eigentlich lenkt mich alles zu schnell ab. Deshalb: Stille, am besten ein leerer, weißer Raum, eine Zwangsjacke…

@artist_sebnem fragt: „Wie vereinbarst du das Schreiben mit deinen alltäglichen Pflichten?“

Da ich momentan noch gut zwei Monate frei habe (Corona ist doch zu was gut, hey), ist das mit den „alltäglichen Pflichten“ eher mau. Aber zu „normaleren“ Zeiten habe ich halt jeden Tag erstmal das gemacht, was ich musste, und wenn ich dann noch irgendwie zum Schreiben gekommen bin, habe ich das da irgendwo reingequetscht. Da ich das Schreiben inzwischen aber deutlich professioneller angehe (im Vergleich zu vorher zumindest, haha), werde ich – sobald ich mir meinen Tag nicht mehr genau so einteilen kann, wie ich das will – bestimmte Arbeitszeiten festlegen müssen, in denen ich schreibe. Ob das dann jeden Abend klappt? Hoffentlich.

Zum Abschluss

Ich möchte mich nochmal ganz lieb bei allen bedanken, die mir so viele tolle Fragen gestellt haben! Ihr seid super.

Dieses Q&A hat mir wirklich wahnsinnig viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass es euch ein paar neue und interessante Informationen geliefert hat.

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